Vermögen clever aufbauen: Die bewährte Methode Schweizer Experten

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Wussten Sie, dass die Vermögensverwaltung in der Schweiz im Jahr 2024 ein beeindruckendes Wachstum von 10,6 Prozent verzeichnete und auf 3,45 Billionen Franken anstieg?

Tatsächlich ist die Schweiz weiterhin die weltweite Nummer eins in der internationale Vermögensverwaltung und verwaltet rund 21 Prozent der global grenzüberschreitend verwalteten Vermögen. Während die private Vermögensverwaltung durch etablierte Anbieter wie die VP Bank mit einem verwalteten Vermögen von 50,7 Milliarden Franken geprägt ist, stehen Anleger jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Im vergangenen Jahr erzielten Kunden, die in Aktien investierten, zwar durchschnittlich Renditen von etwa zehn Prozent, jedoch mit einer bemerkenswert hohen Streuung von 30 Prozentpunkten.

In diesem Artikel untersuchen wir die bewährten Methoden Schweizer Experten zum cleveren Vermögensaufbau. Wir beleuchten die aktuelle Marktsituation, analysieren die grössten Herausforderungen und stellen erfolgreiche Strategien vor, die sowohl für traditionelle als auch für digitale Vermögensverwaltung relevant sind. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie Sie Ihr Vermögen nach Schweizer Vorbild optimal aufbauen können.

Die aktuelle Lage der Vermögensverwaltung in der Schweiz

Die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche erlebt derzeit eine Phase beachtlicher Stärke. Bereits in den ersten Monaten 2025 verzeichneten die verwalteten Vermögen einen bemerkenswerten Anstieg von 8,0 Prozent, wodurch erstmals die Marke von 9.000 Milliarden Franken überschritten wurde. Diese positive Entwicklung wird hauptsächlich durch die starke Performance der Aktienmärkte getrieben.

Wachstum der verwalteten Vermögen 2024

Mit einem Rekordvolumen von 3,45 Billionen Franken hat sich die Schweiz als drittgrösster Vermögensverwaltungsstandort Europas etabliert. Bemerkenswert dabei ist, dass etwa 90 Prozent dieses Wachstums auf die Marktperformance zurückzuführen sind, während Neugeldzuflüsse lediglich 10 Prozent ausmachen. Für das Jahr 2025 wird ein Anlagevolumen von rund 5,07 Billionen Euro prognostiziert. Allerdings bleibt das internationale Marktvolumen seit 2018 relativ stabil, während sich die Verteilung der verwalteten Vermögen weltweit verschiebt.

Marktanteile im europäischen Vergleich

Die Schweizer Asset-Management-Industrie konnte ihren europäischen Marktanteil auf beachtliche 11 Prozent ausbauen. Damit hat die Schweiz Deutschland überholt und nimmt nun nach Grossbritannien (35 Prozent) und Frankreich (16 Prozent) den dritten Platz ein. Im internationalen Vergleich der Vermögensverwaltung verteidigt die Schweiz mit ausländischen Vermögenswerten in Höhe von 2,2 Billionen US-Dollar ihren Spitzenplatz, obwohl der Vorsprung zum Vereinigten Königreich auf nur noch 8 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist. Weltweit verwalten Schweizer Asset Manager etwa 3 Prozent der Vermögen, während Nordamerika mit 60 Prozent dominiert.

Herausforderungen für Anleger und Verwalter

Trotz der starken Marktposition steht die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche vor erheblichen Herausforderungen. Die globale Vermögensverwaltung befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen, mit mehreren milliardenschweren Übernahmen, die angekündigt oder in Arbeit sind.

Margendruck und Marktsättigung

Der Wettbewerb in der Vermögensverwaltung nimmt stetig zu, während gleichzeitig der Margendruck für Anbieter wächst. Experten wie Marcel Rohner warnen, dass der Vorsprung der Schweiz schwinden könnte, da Asien voraussichtlich schneller wächst als der heimische Markt. Die Branche operiert zudem in einem schwierigen Umfeld mit Niedrigzinsen und einem starken Franken. Diese Faktoren stellen bedeutende “Gegenwinde” für die Wettbewerbsfähigkeit dar. Besonders unabhängige Vermögensverwalter beschreiben die aktuelle Situation als “den perfekten Sturm” – geprägt durch Vermögenserosion aufgrund volatiler Kapitalmärkte, verunsicherte Investoren und steigenden Margendruck.

Auswirkungen der CS-Krise

Der Zusammenbruch der Credit Suisse hat das Vertrauen in den Schweizer Finanzmarkt erheblich erschüttert. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023 verzeichnete die CS einen dramatischen Abfluss von Kundengeldern in Höhe von 183 Milliarden Dollar. Eine Stabilisierung trat erst im dritten Quartal 2023 mit dem UBS-CS-Zusammenschluss ein. Die FINMA hat die Vorgeschichte und den akuten Krisenverlauf umfassend analysiert und aufgearbeitet, wobei gravierende Mängel im Risikomanagement als Hauptursache identifiziert wurden. Den Bericht finden Sie unter: https://investrends.ch/services/partner/cs/internationale-vermogensverwaltung-schweiz-noch-knapp-vorne/49725/

Regulatorische Veränderungen und Transparenzpflichten

Die regulatorischen Anforderungen an Vermögensverwalter sind seit Inkrafttreten des Finanzinstitutsgesetzes (FINIG) und des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG) am 1. Januar 2020 erheblich gestiegen. Dies führt zu deutlich höheren Compliance-Kosten, besonders für kleinere Anbieter. Bemerkenswert ist, dass etwa die Hälfte der Vermögensverwalter eine Auslagerung ihrer Compliance- und Risikomanagement-Funktionen bevorzugt.

Strategien der Schweizer Experten zum Vermögensaufbau

Schweizer Finanzexperten haben über Jahrzehnte bewährte Strategien zum Vermögensaufbau entwickelt, die weltweit als Vorbild dienen. Diese Methoden kombinieren Tradition mit Innovation und zielen auf langfristigen Wertzuwachs bei kontrolliertem Risiko ab.

Diversifikation als Grundprinzip

“Nicht alle Eier in einen Korb legen” – diese Börsenweisheit bildet das Fundament Schweizer Anlagestrategien. Durch breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen lässt sich bei gleichbleibenden Renditechancen das Risiko deutlich verringern. Professionelle Vermögensverwalter achten besonders darauf, Anlagen mit möglichst geringer Korrelation zueinander zu kombinieren. Die Wirkung ist beeindruckend: Ein gemischtes Portfolio aus Schweizer Aktien und Emerging Markets kann eine höhere Rendite bei gleichzeitig geringerem Risiko erzielen als jede Einzelanlage für sich.

Aktiv vs. passiv verwaltete Portfolios

Bei der Wahl zwischen aktiven und passiven Anlagestrategien zeigt sich ein differenziertes Bild. Während aktive Fonds durch gezielte Einzeltitelauswahl versuchen, den Markt zu übertreffen, bilden passive Fonds wie ETFs lediglich einen Index ab. Kostenseitig haben passive Anlagen klare Vorteile: Aktive Aktienfonds kosten im Schnitt 0,7% jährlich, passive ETFs hingegen nur etwa 0,2%. Allerdings können aktive Strategien besonders in Nischenmärkten und bei thematischen Anlagen überdurchschnittliche Renditen erzielen – mit Überrenditen von teils mehr als 5% gegenüber Vergleichsindizes.

Rolle von ESG-Kriterien und nachhaltigen Anlagen

Umwelt (Environment), soziale Verantwortung (Social) und gute Unternehmensführung (Governance) sind inzwischen feste Bestandteile Schweizer Anlageentscheidungen. Schweizer Asset Manager nehmen im Bereich Sustainable Finance eine Pionierrolle ein und haben diese zu einem international anerkannten Geschäftsmodell entwickelt. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien hilft bei der Einschätzung von Chancen und Risiken und zahlt sich langfristig aus.

Bedeutung ausgewogener Portfolios

Ausgewogene Portfolios sind das Herzstück jeder erfolgreichen Vermögensstrategie. Eine typische ausgewogene Strategie enthält etwa 41% Aktien, 52% Obligationen und kleinere Anteile in Immobilien und alternativen Anlagen. Diese Mischung bietet ein optimales Verhältnis zwischen Risiko und Rendite mit einer historischen Jahresrendite von etwa 3,7% bei moderater Volatilität von 6,81%.

Private Vermögensverwaltung vs. digitale Lösungen

Neben klassischen Private-Banking-Angeboten gewinnen digitale Vermögensverwaltungen zunehmend an Bedeutung. Diese sind bereits ab 500 Franken zugänglich und mit Gesamtkosten von 0,5-1,5% pro Jahr deutlich günstiger als traditionelle Mandate. Moderne Anbieter entwickeln zudem hybride Modelle, die digitale Plattformen mit persönlicher Beratung kombinieren – ein Ansatz, der Effizienz mit individueller Betreuung verbindet.

Zukunftstrends und technologische Entwicklungen

Die technologische Revolution verändert die Vermögensverwaltung in der Schweiz grundlegend. Branchenexperten setzen verstärkt auf Innovationen, um Wachstum und Effizienz zu steigern.

Einsatz von KI und Datenanalyse

Künstliche Intelligenz gilt als wichtigste Innovation zur Veränderung der Wertschöpfungskette in der Vermögensverwaltung. Fortschrittliche KI-Anwendungen können die Arbeitszeit von Beratern bei typischen Vermögensverwaltungsprozessen erheblich reduzieren. Besonders die Personalisierung des Kundenerlebnisses steht ganz oben auf der Agenda führender Akteure. Durch automatisierte Inhaltskurierung und KI-gestützte Schnittstellen entwickelt sich die Vermögensverwaltung von einem reaktiven zu einem proaktiven Modell.

Chancen durch digitale Vermögensverwaltung

Digitale Vermögensverwalter nutzen automatisierte Prozesse zur Erstellung und kontinuierlichen Überwachung von Portfolios. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Kostenersparnis durch Automatisierung, wobei die Gebühren deutlich unter denen traditioneller Vermögensverwalter liegen. Zudem bieten sie niedrige Einstiegshürden sowohl beim Startkapital als auch beim erforderlichen Finanzwissen. Die meisten digitalen Vermögensverwalter setzen auf kostengünstige ETFs, die eine günstige Möglichkeit zur globalen oder themenspezifischen Geldanlage bieten.

Fusionen und neue Geschäftsmodelle

Fusionen und Übernahmen müssten von einer zweitrangigen Überlegung zu einer strategischen Notwendigkeit werden, insbesondere für weniger fokussierte mittelgrosse Anbieter. Für 68% der Branchenteilnehmer ist der Erwerb von Kapazitäten der Hauptgrund für anorganisches Wachstum. Die Konsolidierung ist ausserdem eine Folge der kostenintensiven Regulierung.

Zugang zu globalen Märkten sichern

Da knapp ein Drittel der verwalteten Vermögen von ausländischen Kunden stammt, bleibt ein offener und zuverlässiger Zugang zu den globalen Märkten unerlässlich für den Erfolg der Branche. Nachhaltiges Wachstum hängt von der Fähigkeit der Schweiz ab, diesen Zugang aufrechtzuerhalten.

Schlussfolgerung

Der Schweizer Vermögensverwaltungsmarkt zeigt sich trotz zahlreicher Herausforderungen weiterhin robust und zukunftsorientiert. Das beeindruckende Wachstum von 10,6 Prozent im Jahr 2024 unterstreicht die Stärke dieses Finanzsektors zweifellos. Gleichzeitig sollten wir bedenken, dass der Wettbewerb global zunimmt und die Schweiz ihren Vorsprung nur durch kontinuierliche Innovation bewahren kann.

Die bewährten Strategien Schweizer Experten bieten wertvolle Leitlinien für jeden Anleger. Besonders das Grundprinzip der Diversifikation erweist sich als zeitlos effektiv – nicht umsonst gilt die Verteilung von Risiken über verschiedene Anlageklassen als Fundament erfolgreicher Vermögensbildung. Ausgewogene Portfolios mit einer durchdachten Mischung aus Aktien, Obligationen und alternativen Anlagen bilden daher das Herzstück jeder nachhaltigen Anlagestrategie.

Der technologische Wandel prägt allerdings zunehmend die Zukunft der Branche. Künstliche Intelligenz und digitale Vermögensverwaltung revolutionieren den Markt, senken Einstiegshürden und machen professionelle Anlagestrategien für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich. Folglich entstehen hybride Modelle, die das Beste aus traditioneller Beratung und digitaler Effizienz vereinen.

Die Herausforderungen durch regulatorische Veränderungen, Margendruck und gestiegene Transparenzanforderungen bleiben dennoch bestehen. Angesichts dieser Entwicklungen müssen sowohl etablierte Institute als auch neue Marktteilnehmer ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich anpassen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Wer sein Vermögen nach Schweizer Vorbild aufbauen möchte, setzt auf breite Diversifikation, wählt zwischen aktiven und passiven Strategien je nach Marktsituation, berücksichtigt ESG-Kriterien und bleibt offen für digitale Lösungen. Diese Kombination aus bewährter Tradition und zukunftsweisender Innovation bildet das Erfolgsrezept der Schweizer Vermögensverwaltung – und kann auch für Ihre persönliche Anlagestrategie wegweisend sein.

FAQs

Q1. Wie hat sich der Schweizer Vermögensverwaltungsmarkt in letzter Zeit entwickelt? Der Schweizer Vermögensverwaltungsmarkt verzeichnete 2024 ein beeindruckendes Wachstum von 10,6 Prozent und erreichte ein Volumen von 3,45 Billionen Franken. Die Schweiz bleibt weltweit führend in der internationalen Vermögensverwaltung mit einem Marktanteil von etwa 21 Prozent.

Q2. Welche Herausforderungen stehen Vermögensverwaltern in der Schweiz gegenüber? Schweizer Vermögensverwalter sehen sich mit zunehmendem Wettbewerb, Margendruck und strengeren regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Zusätzlich haben Ereignisse wie die Credit Suisse-Krise das Vertrauen in den Finanzmarkt erschüttert und zu erhöhten Transparenzanforderungen geführt.

Q3. Was sind die Hauptstrategien Schweizer Experten zum Vermögensaufbau? Schweizer Experten setzen auf breite Diversifikation, eine ausgewogene Mischung aus aktiv und passiv verwalteten Portfolios sowie die Berücksichtigung von ESG-Kriterien. Ausgewogene Portfolios mit einer Kombination aus Aktien, Obligationen und alternativen Anlagen bilden das Herzstück erfolgreicher Anlagestrategien.

Q4. Welche Rolle spielen digitale Lösungen in der Schweizer Vermögensverwaltung? Digitale Vermögensverwaltungen (Robo-Advisors) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie bieten kostengünstige Alternativen zu traditionellen Vermögensverwaltungsdiensten, niedrige Einstiegshürden und automatisierte Portfolioverwaltung. Viele Anbieter entwickeln hybride Modelle, die digitale Effizienz mit persönlicher Beratung kombinieren.

Q5. Wie beeinflusst die technologische Entwicklung die Zukunft der Vermögensverwaltung in der Schweiz? Künstliche Intelligenz und fortschrittliche Datenanalyse verändern die Vermögensverwaltung grundlegend. Diese Technologien ermöglichen eine bessere Personalisierung des Kundenerlebnisses, effizientere Prozesse und proaktivere Beratungsmodelle. Gleichzeitig führt der technologische Wandel zu neuen Geschäftsmodellen und treibt die Konsolidierung in der Branche voran.