Der Golden Retriever, ein Familienhund mit tollen Eigenschaften

Verschmust, verspielt, immer gut drauf und natürlich kinderlieb: So sollte der perfekte Familienhund sein. Der Golden Retriever erfüllt diese Anforderungen optimal. Darüber hinaus begeistert er aber auch noch mit vielen weiteren positiven Eigenschaften.

Das Rasseprofil: Ursprung und wichtige Merkmale
Wir schrieben das Jahr 1864, als Hundezüchter Dudley Marjoribanks in Grossbritannien einen Tweed Water Spaniel mit einem gelben Retriever kreuzte. Die Linie wurde weitergeführt und 1913 schliesslich vom KC (Kennel Club Grossbritannien), zwölf Jahre später dann auch vom AKC (American Kennel Club) als eigenständige Rasse anerkannt. Der Name dieser neuen Rasse: Golden Retriever. Auffallendstes optisches Merkmal ist sicherlich das goldfarbene Fell, das den bis zu 40 Kilogramm schweren Hunden zu ihrem Namen verhalf. Die Gold-Töne variieren von ganz hell bis dunkel, dazwischen sind quasi alle Schattierungen möglich. Das Fell ist mittellang und entweder ganz glatt oder leicht gewellt. „Goldies“ zählen zu den mittelgrossen Hunderassen und können eine Schulterhöhe von bis zu 56 (Hündinnen) beziehungsweise maximal 61 (Rüden) Zentimetern erreichen. Der Körperbau wirkt agil und sportlich, die Proportionen sind harmonisch und wohlgeformt.

Der Charakter: fröhlich, zuverlässig und gelassen
Der Golden Retriever erobert die Herzen im Sturm, denn er besitzt ein sehr liebenswertes Wesen. Ein nervöses oder hektisches Verhalten zeigt er nahezu nie. Einerseits neugierig und aufmerksam, andererseits aber auch gelassen, sanft und ausgeglichen: Für bewegungsfreudige Familien mit Kindern ist er der ideale Gefährte. Kleinen und noch ungeschickten Kinderhänden begegnet er in der Regel mit ganz viel Geduld, Gutmütigkeit und Toleranz. Der Retriever liebt lange Spaziergänge, Apportierspiele und Dummytraining, grössere Kinder können mit ihm aber auch durchaus Agility oder Obedience ausüben. Rassetypisch hält er sich gerne im Wasser auf und ist deshalb auch ein guter Schwimmer. Allerdings verachtet er auch Regenpfützen nicht, in denen er sich gerne ein (Schlamm-)Bad gönnt. Sein Wachtrieb ist nur wenig ausgeprägt, zumal ihm aggressives Verhalten weitestgehend fremd ist. Die Hunde verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn und werden darum häufig als Rettungs-, Blinden-, Sprengstoff- oder Rauschgiftsuchhund eingesetzt. Der sanfte und aufmerksame Charakter macht sie aber auch zu idealen Behindertenbegleithunden. Mit andauernder Langeweile und zu wenig Bewegung kommt der intelligente „Goldie“ dagegen weniger zurecht, denn dafür ist er viel zu unternehmungslustig. Am wohlsten fühlt er sich, wenn er in einer aktiven sportlichen Familie lebt und regelmässig gefordert wird.

Die Erziehung: unkompliziert und meist problemlos
Die freundlichen Vierbeiner besitzen einen enormen “will to please”, das heisst, sie möchten „ihrer“ Familie immer gefallen und bemühen sich daher stets, alles richtig zu machen. Dieser Willen zum Gehorsam sorgt dafür, dass die Erziehung eines Welpen normalerweise kein Problem darstellt. Dem angeborenen Jagdtrieb sollte allerdings nach Möglichkeit konsequent entgegengewirkt werden. Der Golden Retriever lernt sehr schnell und hat eine hohe Auffassungsgabe, so dass ihm unerwünschtes Verhalten gut abgewöhnt werden kann. Die Hunde fressen für ihr Leben gerne, daher sollte zur Vermeidung von Übergewicht auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, das passende Futter finden sie hier.

Sie möchten nicht in einem Zwinger leben, sondern geniessen am liebsten vollen Familienanschluss und wollen überall dabei sein. Ihre Begeisterungsfähigkeit, wenn ein Spaziergang oder Ausflug ansteht, ist von ansteckender Lebendigkeit.